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 Re: Daten übertragen Kategorie: C-Control I V1.1 (von das |_ Team - 3.08.2014 4:27)
 Als Antwort auf Re: Daten übertragen von PGrund - 2.08.2014 13:19
.

  Wir vermuten das auch, zumal das alte Programm fortbesteht und der EEPROM ein L Typ ist, also dafuer ausgelegt bis unterhalb minimale Versorgungsspannug des M-Unit Steckmoduls funktionsfaehig zu bleiben.

  Beim 24C65 kann der aktivierte Schreibschutz nicht mehr deaktiviert werden. Gedacht ist das wohl fuer OEM die damit Seriennummer bzw. statische Daten ueber die gesamte Geraetelebensdauer garantieren moechten. Nach bisherigem Stand beim C-Control eher kontraproduktiv, da prinzipiell anfaellig fuer Malware. Es sei denn, Besitzer aktiviert als erster den Schreibschutz, begrenzt diesen aber auf wenige Bytes - das waere moeglich.
Anders geloest ist es bei neueren EEPROM Typen, beginnend mit dem 24C128 (16 KiB). Dort steuert Pin WP die Schreibschutz Funktion EIN/AUS. (Beim 24C65 ist WP nicht verbunden, entsprechend mit 'NC' betitelt)

  Vielleicht hilft noch dies: Es gibt eine alternative Reparaturmoeglichkeit, bei welcher der defekte EEPROM auf der M-Unit Platine verbleibt und der neue EEPROM von aussen via Pfostenleiste der M-Unit Platine verbunden wird. Das Prinzip ist dort bebildert:

http://www.b-kainka.de/eeprom2.htm

Da die Ausgangslage unterschiedlich ist, wandeln wir obige Anleitung ab:

Der neue EEPROM erhaelt die elektronische Adresse 160 (hexadezimal= A0) - dies ist der C-Control Programmspeicher. Dazu genuegt es die Adresspins A0, A1 und A2 mit GND zu verbinden.
Der alte EEPROM verbleibt auf dem M-Unit Steckmodul. Dessen Adresse ist aber auch 160 und muss jetzt geaendert werden. Dazu werden mit sehr feinem Werkzeug zwei der 3 Adresspins (A0, A1, A2) durchtrennt. Der vierte Pin an dieser Seite des IC ist GND und darf nicht unterbrochen werden.
(Leider fuehrt die gedruckte GND Leiterbahn von oben links erst via A0,A1,A2 zum GND des IC, unten links. Sonst waere es wohl einfacher noch vor Erreichen der Adresspins mit einer frischen Klinge im Cuttermesser die gedruckte GND-Leiterbahn durchzuschaben.)

Tipp:
Mit der Anleitung im Kapitel '6.8)' von  http://manfred.wilzeck.de/  eine (spitze) Nagelschere zum Durchtrennen der IC-Pins zu nehmen haben wir gute Erfahrungen gemacht.

Welcher Adresspin (A0, A1, A2) durchtrennt wird ist im Prinzip egal. Allerdings sollen im naechsten Arbeitsschritt die in der Luft haengenden Beinchen mit VCC (+5.0V) verloetet werden, ohne dabei die umliegenden Pfostenleisten anzusengen. Wir lokalisieren Adresspin A1 und A2 und durchtrennen diese nacheinander in der Mitte.

Jetzt koennen A1 und A2 von oben mit einem Stueck Elektroniklitze verloetet werden. Dabei passiert was eigentlich immer passiert, wenn man versucht nur einen von zwei eng nebeneinander liegenden Pins zu treffen: Das fluessige Loetzinn zieht sich zwischen beide rein. Nun ist klar warum wir uns fuer A1 und A2 entschieden haben.

Das andere Ende der Litze legen wir quer ueber den EEPROM und verloeten es mit VCC, wie in der Anleitung zum  Huckepack-EEPROM  beschrieben. Dieser Pin ist leichter zu treffen, da am Eck gelegen, und es ist keine Pfostenleiste im Weg. Auch hier erhitzen wir nur kurz damit der angrenzende SMD 'R4' nicht wegschwimmt. Den benachbarten Autostart-Jumper vorher abziehen.


Wir haben damit den alten EEPROM auf der M-Unit Platine neu adressiert damit dieser mit dem neuen EEPROM nicht kollidiert.

Zum Abschluss setzen wir den neuen EEPROM auf eine kleine Platine oder loeten direkt 4 Litzen an:

1x GND ("Masse")
1x VCC (+ 5.0 Volt)
1x SCL (Dieses Clocksignal bestimmt die Geschwindigkeit des I2C Bus)
1x SDA (Hierueber holt der uC unsere Programmanweisungen vom EEPROM)


Wir haben eine hochaufloesende Grafik designt:



   +---------------------------------- zur Pfostenleiste M-Unit (GND) ---->
   |
   |
   |  (der neue EEPROM)
   |    _____    _____
   |   |     \__/     |
   +--[  A0       Vcc  ]---+------- zur Pfostenleiste M-Unit (5,0 Volt) -->    
   |   |    24C512    |     /<-|
   +--[  A1        WP  ]---+  VCC=Schreibschutz-EIN, GND(oder NC)=AUS
   |   |    64 KiB    |
   +--[  A2       SCL  ]----------- zur Pfostenleiste M-Unit (SCL) -->
   |   |              |
   +--[  Vss      SDA  ]----------- zur Pfostenleiste M-Unit (SDA) -->  
       |______________|



Belegung Pfostenstecker des M-Unit Steckmoduls (unter "M-Unit Anleitung.pdf.zip"):

http://qslnet.de/member/dg1xpz/download/index.html



Leider haben wir keinen Link zu einer passenden Fotostrecke ueber die beschriebene Reparatur auftreiben koennen. Irgendjemand...?







> Vielen Dank für die Antwort
> Es ist wahrscheinlich so wie sie schreiben. Ich verwende die C-Control M-Unit 1.1. Es ist das kleine Steckmodul. Der EEPROM ist der 25LC65. Er ist allerdings in SMD-Technik aufgelötet.
> Ich kann ihn also nicht auswechseln. Ich habe auch versucht, das empfohlene Testprogramm zu übertragen. Diese werden aber auch nicht in den Speicher geschrieben. Das alte Programm läuft immer noch. An der seriellen Schnittstelle kann es auch nicht liegen, weil ich über dies mit dem Programm in der C-Control kommuniziere. Und das in beide Richtungen. Auch das geht noch. Es wird wohl ein ungewollter Schreibschutz des EEPROM sein. Wie ich den allerdings entfernen kann weiß ich nicht.
>    
>
> > .
> >   Wenn nach der Uebertragung wieder das alte Programm laeuft muss natuerlich auch sicher sein, dass nicht etwa das alte Programm unbemerkt erneut von der IDE uebertragen wurde. Hintergrund: s.u.
> >
> >  Der Beschreibung nach koennte eher der 8-polige Speicherchip defekt sein - genauer gesagt im Schreibschutzmodus. Besonders wenn es ein 24C65 Typ ist. Was du auch probieren kannst, siehe hier:
> >
> >  http://ccintern.dharlos.de/forum/lesen.php?eintrag=16181
> >
> >   Nur eine Frage, handelt es sich bestimmt um einen C-Control 1.0 - dieser ist am Aufdruck XCTRL96A auf dem Mikrokontroller zu erkennen - oder ist evt. der C-Control 1.1 mit dem Aufdruck CCBASIC, seltener 68HC705B16 bzw. mit einem weissem Sticker "CCbasB16.s19" drauf?
> >
> >   Unser Tipp: Auf korrekte Betriebspannung testen und den EEPROM gegen einen neuen austauschen. Bei der Main-Unit ist das via Sockel ohne Loeten moeglich. Und, falls Version 1.1 vorhanden, evt. gleich einen 128 KiB EEPROM (24C1024 Typ) nehmen - oder einen 24C512 mit 64 KiB, so kannst du deine C-Control mit wenig Aufwand fit fuer moderne Anwendungen machen.
> >
> > +
> >
> > PS
> > (zu oben) Es ist durchaus denkbar dass eine IDE vom User unbemerkt das alte Programm erneut uebertraegt wenn bestimmte Dateien im Arbeitsverzeichnis nicht aktualisiert werden konnten da zwischenzeitlich schreibgeschuetzt, z.B. nach dem Zurueckspielen einer Datensicherung von CD.  Normalerweise sollte das aber schon eine Fehlermeldung erzeugen.
> >
> >
> >
> >
> >    
> >
> >
> >
> > > Wer kann helfen,
> > > Ich kann in mein C-Control 1.0 kein Programm mehr übertragen. Beim übertragen kommt keine
> > > Fehlermeldung. Nach Übertragung erscheint fertig. Also als wenn alles geklappt hat. Es ist jedoch immer noch das Programm vor der Übertragung in der C-Control. Das alte Programm läuft auch noch.
> > > Was kann ich machen. Kann ich da etwas zurücksetzten ?
> > > Vielen Dank für eine Antwort.

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Bisherige Antworten:

Re: Daten übertragen (von PGrund - 4.08.2014 11:12)